Matrix der Verkehrssicherungsmaßnahmen
Eine Standortklassifizierung (ortsnah, wegesnah, abgelegen) für Instrumente zur Sicherung von Bunkerruinen, um Maßnahmen strukturiert einsetzen zu können.
Seit 2003 bewahren wir Ruinen als Mahnmale und Lebensräume. Eine einzigartige Verbindung von historischer Aufarbeitung und aktivem Biotopschutz.
Mit jedem Westwallbunker, den wir stehen lassen, lässt sich das Wirken der NS-Diktatur entlarven. Die Bunker wurden gebaut mit der Behauptung, Teil eines „Friedenswalls“ zu sein und rein der Verteidigung zu dienen.
Erst anhand der Menge an Bunkern lässt sich glaubhaft aufzeigen, welche Rolle diesen in der Verwirklichung der NS-Ideologie des „Lebensraums“ zugedacht war. Mit jedem Bunker, den wir entsorgen, verwischen wir die Spuren dieses Verbrechens und entfernen ein Stück sichtbarer Geschichte aus der Landschaft.
Darüber hinaus zerstören wir mit jedem Abriss ein funktionales oder potentielles Biotop. Deshalb brauchen wir heute die Bunker und Bunkerruinen. Jede einzelne.
Unsere ehrenamtliche Arbeit ruht auf vier Säulen, die sich gegenseitig ergänzen und stärken.
Wir setzen uns für den dauerhaften Erhalt der Ruinen des ehemaligen Westwalls ein. Sie dienen uns als steingewordene Mahnmale gegen die NS-Diktatur und sollen vor der endgültigen Zerstörung bewahrt werden.
Verlassene Bunkeranlagen und Stollen sind wertvolle Rückzugsorte für Flora und Fauna. Wir schützen diese funktionalen Biotope, insbesondere als Winterquartiere für gefährdete Fledermausarten.
Durch Kartierung, Auswertung historischer Dokumente und die Erstellung detaillierter CAD-Zeichnungen dokumentieren wir den Zustand der Anlagen und machen die Historie wissenschaftlich greifbar.
Wir teilen unser Wissen durch regelmäßige Führungen (z.B. im Hochbunker Irisweg), Fachexkursionen und das Aufstellen von Infotafeln. Wir beraten Behörden zu angemessenen Verkehrssicherungsmaßnahmen.
Eine Standortklassifizierung (ortsnah, wegesnah, abgelegen) für Instrumente zur Sicherung von Bunkerruinen, um Maßnahmen strukturiert einsetzen zu können.
Die Digitalisierung der Grundrisse der Neckar-Enz-Stellung in ein CAD-fähiges Format ist ein wichtiger Schritt für den dauerhaften Erhalt.
Plädoyer für rational angemessene Sicherungsmaßnahmen an erhaltenen Bauwerken, statt der "maximalen Widerstandsfähigkeit".
Seit der Gründung im Jahr 2003 setzt sich der Verein zur Erhaltung der Westwall-Anlagen (VEWA e.V.) für den Erhalt historischer Spuren in der Landschaft ein. Wir agieren als Schnittstelle zwischen Denkmalschutz, Naturschutz und Aufarbeitung der Geschichte.
Wir betreiben keine Nostalgie, sondern Aufklärung. Durch unsere Arbeit dokumentieren wir nicht nur Beton und Stahl, sondern die Ideologie, die diese Anlagen hervorgebracht hat. Gleichzeitig schaffen wir in den Ruinen einen sicheren Rückzugsort für bedrohte Tierarten.